Kobalt-60 in der HDR-Brachytherapie

Sicherheit durch Erfahrung

Das etablierte und klinisch bewährte Isotop für alle HDR-Brachytherapie-Behandlungen.

Kobalt-60-Quellen sind für Afterloader von Eckert & Ziegler BEBIG erhältlich.

Anfänge der HDR-Brachytherapie mit Kobalt-60
1962 führte Walstam [1] das Konzept eines Remote-Afterloaders mit Co-60 ein. Seit seiner Einführung hat Co-60 einen außerordentlichen Erfolg erzielt und wird fortlaufend weiterentwickelt, um die Anforderungen moderner HDR-Brachytherapien zu erfüllen. 2003 entwickelte Eckert & Ziegler BEBIG erfolgreich die erste miniaturisierte Co-60-Quelle und führte sie ein. Dieses Design, auch nach heutigen Standards modern, ermöglicht eine Behandlung mit Applikatoren mit kleinstem Durchmesser und engen Krümmungen. Bis heute wurden über 270 Eckert & Ziegler BEBIG-Afterloader mit Co-60 weltweit installiert und beweisen ihre ausgezeichnete Zuverlässigkeit jeden Tag aufs Neue.

Klinisch bewährt durch bewiesene Physik
Die Co-60-Quelle ist nicht nur klinisch [11] [12] [13] [14] bewährt, sondern auch physikalisch [2] [3] [6] verstanden und ausführlich untersucht. Entsprechend sind TG-43-Daten (Dosimetrie für die interstitielle Brachytherapiequellen: Empfehlungen der AAPM Radiation Therapy Committee Task Group 43), dosimetrische Messungen und Monte-Carlo-Berechnungen [4] [7] [8] [9] [10] verfügbar und wurden in HDRplus [5] und SagiPlan® integriert. Die Behandlungsplanungssysteme von Eckert & Ziegler BEBIG können Co-60-Dosisverteilungen für alle abgeschirmten und nicht abgeschirmten Applikatoren berechnen.


Vollständiges Spektrum klinischer Anwendungen

Co-60 stellt bewiesenermaßen eine gute Wahl zur Behandlung von gynäkologischen, rektalen, Prostata-, Brust-, Ösophagus-, Haut- und andere Körperstellen. Eckert & Ziegler BEBIG bietet Kunden ein umfangreiches Portfolio an Applikatoren, die sich für die Nutzung zusammen mit Co-60 und Ir-192 eignen.


Günstige Dosis für Risikoorgane
Eine Behandlung mit Co-60 führt zu niedrigeren Dosen für Risikoorgane als bei Ir-192. Aufgrund der höheren mittleren Energie von 1,25 MeV wird weniger Streustrahlung produziert. Dementsprechend weist die radiale Dosisfunktion von Co-60 mit 0,35 MeV geringere Werte als bei Ir-192 auf (siehe Abbildung 1 im Datenblatt). Dies führt zu einer geringeren Dosis für Risikoorgane oder gesundes Gewebe etwa 20 cm von der Quelle entfernt.

Quellenaustausch nach bis zu 5 Jahren
Dank der langen Halbwertszeit von Co-60 kann die Quelle bis zu 5 Jahre lang verwendet werden. Das bedeutet, dass während der empfohlenen Nutzungsdauer einer einzigen Co-60-Quelle etwa 20 Quellenaustausche von Ir-192 vorgenommen werden müssen. Durch die erhebliche Zeiteinsparung bei der Durchführung von Qualitätssicherungsprüfungen nach jedem Quellenaustausch eignet sich Co-60 insbesondere für Kliniken mit hohem Behandlungsvolumen. Zudem ist Co-60 das Isotop der Wahl für Länder mit schwieriger Logistik.


Angemessene Behandlungsdauer
Die Eckert & Ziegler BEBIG Co-60-Quelle ist mit einer Aktivität von bis zu 81,4 GBq geladen, was signifikanter unter der Aktivität von Ir-192-Quellen mit bis zu 481 GBq liegt. Die Co-60-Dosisrate ist jedoch aufgrund der höheren Luftkerma-Ratenkonstante (306 gegenüber 110 μGy • m2 • GBq-1 • h-1) nur etwas geringer. Dementsprechend ist die gesamte Behandlungszeit mit Co-60 nur etwas länger als mit Ir-192.
Dennoch kann, so gewünscht, die Quellen-Austauschzeit verkürzt werden, um die Behandlungszeit zu verkürzen.


Robustes Kapseldesign
Das Kapseldesign der Eckert & Ziegler BEBIG Co-60-Quelle erfüllt die strikten regulatorischen und behördlichen Anforderungen von EU-Ländern, nordamerikanischen Ländern sowie weiteren Ländern. Zudem weist die einzigartige Quellenkapsel aufgrund technisch ausgefeilter Plasma-Nitrid-Härtung ausgezeichnete Verschleißbeständigkeit und einen geringen Reibungsfaktor auf.
Die Kapsel und der Quellendraht sind mittels einer High-Tech-Schweißmethode verbunden und können bis zu 100.000 Quellenaustauschen standhalten. Dies wurde durch Stresstests an geraden und gebogenen Applikatoren belegt. Diese übertroffen diese Zahl sogar, um Sicherheit und eine langfristige Präzision zu gewährleisten2. Mit 100.000 Zyklen in fünf Jahren könnte eine Klinik theoretisch bis zu 7 Patienten pro Tag3 mit einer interstitiellen 10-Kanal-Behandlung versorgen oder 24 Patienten pro Tag3 mit einem Drei-Kanal-Applikator behandeln. Der Benutzer wird jedoch stets von der Afterloader-Software über die aktuelle Anzahl an Zyklen informiert, um sicherzustellen, dass die Höchstgrenze nicht überschritten wird.