Brachytherapie

Die Strahlentherapie wird in externe (Tele-) und interne (Brachy-)Therapie aufgeteilt. Bei der Teletherapie (Griechisch: Tele = lang) wird die Bestrahlung mit einem Linearbeschleuniger außerhalb des Körpers des Patienten abgegeben. Bei der Brachytherapie (Griechisch: Brachy = kurz) werden Strahlungsquellen direkt am oder im Tumor angewendet, wodurch eine hohe Dosis an den Tumor abgegeben und das benachbarte gesunde Gewebe zugleich geschont werden kann. Für den Patienten bedeutet dies kürzere Behandlungszeiträume, weniger Nebenwirkungen und eine schnellere Genesung.

Lokalisierte Bestrahlung von Tumorzellen mittels Brachytherapie

Die Brachytherapie kann entweder alleine oder in Kombination mit anderen Behandlungstypen verwendet werden. Sie wird gelegentlich nach der Operation verwendet, um sicherzustellen, dass alle Krebszellen eliminiert werden. Sie kann zudem in Kombination mit externer Strahlentherapie verwendet werden.

Es gibt zwei Methoden zur Durchführung einer Brachytherapie: Temporäre Bestrahlung über eine entfernbare Quelle oder kontinuierliche Bestrahlung mittels permanent implantierter Quellen:

Bei einer permanenten Brachytherapie (auch als LDR-Brachytherapie bezeichnet) werden kleine radioaktive Seeds oder Implantate (kleiner als ein Reiskorn) im Tumor oder der Behandlungsstelle platziert und verbleiben dort permanent. Die von der Strahlenquelle abgegebene Strahlendosis fällt über die folgenden Wochen oder Monate auf nahe Null. Schließlich werden die Seeds inaktiv und haben keine weiteren Auswirkungen auf die Behandlungsstelle. Die permanente Brachytherapie wird hauptsächlich zur Behandlung von Prostatakrebs genutzt.

Bei der temporären Brachytherapie (auch als Brachytherapie mit hoher Dosisrate bezeichnet) werden Quellen für einen bestimmten Zeitraum (üblicherweise einige Minuten) nahe am oder im Tumor platziert und daraufhin entfernt. Die tatsächliche Behandlungsdauer hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter der erforderlichen Dosisintensität sowie dem Typ, der Größe und der Position des Tumors.

Eine Brachytherapie mit hoher Dosisrate ermöglicht es Strahlungsonkologen, die Bestrahlung schnell und meist im Rahmen einer ambulanten Behandlung durchzuführen. Die zwei Hauptmethoden der HDR-Brachytherapie sind die interstitielle Behandlung und die intrakavitäre Behandlung. Während einer interstitiellen Bestrahlung werden Applikatoren wie Nadeln oder Katheter in den Tumor oder die Nachbarschaft des Tumors eingebracht. Manchmal werden chirurgische Verfahren verwendet, um Katheter direkt im Tumor zu platzieren. Während der intrakavitären Brachytherapie wird eine Vorrichtung wie eine Röhre oder ein Applikator in einer Körperhöhle, wie z. B. Zervix oder Vagina, platziert.

Ein Strahlungsonkologe plant für jeden Patienten eine spezifische, individuelle Verschreibung hinsichtlich der Methode der Bestrahlung und der Strahlendosen, die für eine erfolgreiche Behandlung erforderlich sind. Der Arzt ist zudem für die Platzierung des oder der Applikatoren an der Zielstelle verantwortlich. Mit Bildgebungsverfahren wie Computertomografie (CT), Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) wird die korrekte Platzierung dieser Vorrichtungen sichergestellt.

Befindet sich der Patient im Bestrahlungsraum, schiebt ein computergesteuerter Apparat, der als Remote-Afterloader bezeichnet wird, die an einem Draht befestigte Strahlenquelle durch die Transferröhren und die Applikatoren zur Behandlungsstelle. Die Strahlenquelle, entweder Cobalt-60 oder Iridium-192, kann in Millimeterschritten bewegt werden und verbleibt über einen zuvor festgelegten Zeitraum hinweg an einer bestimmten Position (Verweilposition). Wenn die gewünschte Behandlungsdosis erreicht wurde, zieht der Remote-Afterloader die Strahlenquelle automatisch zurück und vermeidet so Reststrahlung oder Rest-Radioaktivität.

Die meisten HDR-Brachytherapie-Behandlungen werden über eine wöchentliche Behandlung bis zu vier Wochen lang oder über ein bis zwei Behandlungen pro Tag bis zu fünf Tage lang durchgeführt. Diese üblichen Indikationen können in einigen Fällen hiervon abweichen. Die Bestrahlung dauert nur wenige Minuten an; das gesamte Verfahren (auch als „Sitzung“ bezeichnet) einschließlich Patienteneinrichtung, Applikatorpositionierung, Bestrahlungsplanung und Bestrahlung selbst kann einige Stunden in Anspruch nehmen.


HDR-Brachytherapie-Animation (EN)

Es gibt zwei Methoden zur Durchführung einer Brachytherapie: Temporäre Bestrahlung über eine entfernbare Quelle oder kontinuierliche Bestrahlung mittels permanent implantierter Quellen:

Bei einer permanenten Brachytherapie (auch als LDR-Brachytherapie bezeichnet) werden kleine radioaktive Seeds oder Implantate (kleiner als ein Reiskorn) im Tumor oder der Behandlungsstelle platziert und verbleiben dort permanent. Die von der Strahlenquelle abgegebene Strahlendosis fällt über die folgenden Wochen oder Monate auf nahe Null. Schließlich werden die Seeds inaktiv und haben keine weiteren Auswirkungen auf die Behandlungsstelle.
Die permanente Brachytherapie wird hauptsächlich zur Behandlung von Prostatakrebs genutzt.

Bei der temporären Brachytherapie (auch als Brachytherapie mit hoher Dosisrate bezeichnet) werden Quellen für einen bestimmten Zeitraum (üblicherweise einige Minuten) nahe am oder im Tumor platziert und daraufhin entfernt. Die tatsächliche Behandlungsdauer hängt von zahlreichen Faktoren ab, darunter der erforderlichen Dosisintensität sowie dem Typ, der Größe und der Position des Tumors.

Eine Brachytherapie mit hoher Dosisrate ermöglicht es Strahlungsonkologen, die Bestrahlung schnell und meist im Rahmen einer ambulanten Behandlung durchzuführen. Die zwei Hauptmethoden der HDR-Brachytherapie sind die interstitielle Behandlung und die intrakavitäre Behandlung. Während einer interstitiellen Bestrahlung werden Applikatoren wie Nadeln oder Katheter in den Tumor oder die Nachbarschaft des Tumors eingebracht. Manchmal werden chirurgische Verfahren verwendet, um Katheter direkt im Tumor zu platzieren. Während der intrakavitären Brachytherapie wird eine Vorrichtung wie eine Röhre oder ein Applikator in einer Körperhöhle, wie z. B. Zervix oder Vagina, platziert.

Ein Strahlungsonkologe plant für jeden Patienten eine spezifische, individuelle Verschreibung hinsichtlich der Methode der Bestrahlung und der Strahlendosen, die für eine erfolgreiche Behandlung erforderlich sind. Der Arzt ist zudem für die Platzierung des oder der Applikatoren an der Zielstelle verantwortlich. Mit Bildgebungsverfahren wie Computertomografie (CT), Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) wird die korrekte Platzierung dieser Vorrichtungen sichergestellt.

Befindet sich der Patient im Bestrahlungsraum, schiebt ein computergesteuerter Apparat, der als Remote-Afterloader bezeichnet wird, die an einem Draht befestigte Strahlenquelle durch die Transferröhren und die Applikatoren zur Behandlungsstelle. Die Strahlenquelle, entweder Cobalt-60 oder Iridium-192, kann in Millimeterschritten bewegt werden und verbleibt über einen zuvor festgelegten Zeitraum hinweg an einer bestimmten Position (Verweilposition). Wenn die gewünschte Behandlungsdosis erreicht wurde, zieht der Remote-Afterloader die Strahlenquelle automatisch zurück und vermeidet so Reststrahlung oder Rest-Radioaktivität.

Die meisten HDR-Brachytherapie-Behandlungen werden über eine wöchentliche Behandlung bis zu vier Wochen lang oder über ein bis zwei Behandlungen pro Tag bis zu fünf Tage lang durchgeführt. Diese üblichen Indikationen können in einigen Fällen hiervon abweichen. Die Bestrahlung dauert nur wenige Minuten an; das gesamte Verfahren (auch als „Sitzung“ bezeichnet) einschließlich Patienteneinrichtung, Applikatorpositionierung, Bestrahlungsplanung und Bestrahlung selbst kann einige Stunden in Anspruch nehmen.


HDR-Brachytherapie-Animation (EN)